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Newsletter

Urologicum: Newsletter (16) 08/2017

Enuresis: Einnässen bei Kindern und Jugendlichen – (k)ein Tabu

Wer kennt das nicht: „Wie, dein Kind ist noch nicht trocken? Du brauchtest schon seit deinem ersten Geburtstag keine Windeln mehr!" Diese oder ähnliche Kommentare von Großeltern oder Tanten, Onkels etc. kennt sicher jeder. Aber wie ist das wirklich? Wann muss ich mir Sorgen machen? Oder anders gefragt: Was ist „normal"?

Heute erwartet niemand mehr, dass Kinder mit einem Jahr trocken sein müssen. Es gibt diese Erwartungshaltung bestimmt, aber „normal" ist sie sicher nicht. Den Kindern wird bei der „Sauberkeitserziehung" deutlich mehr Zeit gegeben als noch zu Zeiten unserer Eltern.

Falls keine anderen Faktoren – wie zum Beispiel Fehlbildungen oder immer wiederkehrende und vielleicht sogar fieberhafte Harnwegsinfekte – dazukommen, wird ein Therapiebeginn im letzten Kindergartenjahr als sinnvoll erachtet. Dann ist in der Regel auch die Motivation und Möglichkeit zur Mitarbeit gegeben.

Diagnostik vor Therapie: Der Umgang mit Enuresis hat sich verändert – moderne Verfahren ohne Medikamente und Schmerzen!

„Die werden dann ja nur mit Medikamenten vollgestopft. Das möchte ich für mein Kind nicht!", ist ein gängiges Vorurteil und führt nicht selten dazu, das Problem auszusitzen und gar nicht erst zum Arzt zu gehen. Das ist schade, denn die Ursachen für Einnässen sind vielfältig und die Therapiemöglichkeiten sind es auch! Nicht zu vergessen die Einschränkungen, die ein einnässendes Kind in seinem Leben erfährt.

So stellen wir erst einmal ein ausführliches Gespräch allem voran. Hier wird besonders auf Trinkgewohnheiten und das Wasserlassen eingegangen, aber auch die Familiengeschichte und mögliche aktuelle „Problemsituationen" werden erfragt und helfen nicht selten weiter. Auch kann so die Belastung für das normale Leben des jungen Patienten erfasst und die Dringlichkeit einer Therapie eingeschätzt werden.

Die weitere Diagnostik, die teils auch von unserem speziell geschulten Personal durchgeführt wird, ist – wie wir sagen – „nicht invasiv", was so viel bedeutet wie „tut nicht weh". Dies umfasst zunächst die körperliche Untersuchung, um Fehlbildungen auszuschließen oder Hinweise auf komplizierende Faktoren, wie zum Beispiel einen „offenen Rücken", zu finden.

Wichtig: Trinkverhalten und Wasserlassen protokollieren!

Weiter hilft uns auch ein Protokoll über das Trinkverhalten und das Wasserlassen. Hier soll vier Tage lang dokumentiert werden, wieviel wann getrunken wird. Zudem muss auch notiert werden, wann wieviel Wasser gelassen wird. Hierzu kann ein einfacher Messbecher verwendet werden. Auch ist es hilfreich, das Windelgewicht zu vermerken. Ein Protokoll für die Dokumentation kann auf unserer Internetseite abgerufen werden - Sie können dies auch gerne schon zum ersten Besuch mitbringen. Dabei müssen die Tage nicht hintereinander liegen, sondern können z.B. durchaus zweimal ein Wochenende beinhalten.

Auch wenn uns dieses Protokoll schon viel Information geben kann, gibt es noch weitere Methoden, die Abläufe des Wasserlassens zu untersuchen. Dazu gehört eine Messtoilette, die die Beckenbodenaktivität während des Wasserlassens überprüft. Dabei werden kleine Elektroden am Oberschenkel festgeklebt und hierüber die Aktivität des Beckenbodens abgeleitet, während der junge Patient Wasser lässt. Dann kann üblicherweise schon ein Therapieplan erstellt werden, der oftmals die Mithilfe der Eltern erfordert, aber keine Medikamente beinhaltet.

Es gibt aber auch Situationen, die die (zumindest vorrübergehende) Gabe von Medikamenten sinnvoll und erfolgversprechend erscheinen lassen. Und sei es, um dem Kind die nahende Klassenfahrt entspannt zu ermöglichen – ohne Angst vor „Unfällen".

Weitere „invasive" Diagnostik, wie zum Beispiel eine (Video-)Urodynamik oder eine Blasenspiegelung, ist nur in Ausnahmefällen oder bei Therapieversagen erforderlich. Diese kann dann aber auch in Narkose ggf. in Zusammenarbeit mit einem Krankenhaus erfolgen. Bei schwierigen Fällen haben wir oft Empfehlungen für spezialisierte Zentren, die sich mit diesem Problem beschäftigen und mit denen wir schon lange, vertrauensvoll und erfolgreich zusammenarbeiten.

Letztlich geht es um Ihr Kind. Wir werden mit Ihnen gemeinsam die Möglichkeiten besprechen, die Therapieentscheidung treffen und Sie in dieser unterstützen, die Behandlung begleiten und währenddessen auch – wann immer nötig- steuernd eingreifen.

[Download: Miktionsprotokoll]

Dr. Barbara Düsselberg


Urologicum: Newsletter SPEZIAL (15) 06/2017

Im Fokus: Dr. Barbara Düsselberg – seit 2017 neu im Team des Urologicum Duisburg

Frischer Wind im Urologicum Duisburg – seit Januar 2017 ergänzt Frau Dr. Barbara Düsselberg unser Fachärzte-Team im Duisburger Norden. Sie löst Dr. Manfred Tietze ab, der im Juli aus unserer Gemeinschaftspraxis ausscheidet.

Rückblick – berufliche Wurzeln

Während der letzten 15 Jahre hat Dr. Barbara Düsselberg in der Urologische Klinik des Franziskuskrankenhauses in Mönchengladbach praktiziert – einer der größten Urologischen Kliniken in NRW. Dort war sie die letzten 10 Jahre Oberärztin und hat vor allem in den Bereichen Kinderurologie, Operative Therapie und Urologie der Frau gearbeitet. Ihr Hauptschwerpunkt war die Leitung der Kindersprechstunde - eine Aufgabe, die der zweifachen Mutter besonders gut gefallen hat.

Frau Dr. Düsselberg ist in Marburg geboren und hat dort Medizin studiert. Ihre beruflichen Stationen führten sie über Fulda, Düsseldorf und Mönchengladbach schließlich nach Duisburg.

Ausblick – Kinderurologie, Operative Therapie und Urologie der Frau im Urologicum Duisburg

Selbstverständlich beherrschen in unserer Gemeinschaftspraxis alle Ärzte das gesamte Spektrum der urologischen Diagnostik und Therapie. Trotzdem ergeben sich vor dem Hintergrund des beruflichen Werdegangs und im Laufe der therapeutischen Praxis bei jedem Arzt unterschiedliche Arbeitsschwerpunkte. Dr. Barbara Düsselberg ergänzt mit ihren Kompetenzen in den Bereichen Kinderurologie, Operative Therapie und Urologie der Frau perfekt unser Fachärzte-Team im Duisburger Norden.

Nachgefragt: Interview mit Dr. Barbara Düsselberg

Frage der Redaktion: Frau Dr. Düsselberg, mit Ihrer Ausbildung am Franziskuskrankenhaus in Mönchengladbach haben Sie exzellente berufliche Referenzen. Wir möchten wissen, was Sie privat machen. Haben Sie Familie? Wo wohnen Sie?

Dr. Barbara Düsselberg (lacht): Ja, ich habe Familie! Ich lebe mit meinem Mann und meinen zwei Söhnen in Düsseldorf.

Redaktion: Oh, zwei Söhne – da kommt sicher keine Langeweile auf. Wie beschäftigen Sie die zwei?

Dr. Düsselberg: Ich genieße die Freizeit mit meinen Jungs sehr! Meine Söhne sind 7 und 9 Jahre alt – wir gehen z.B. gemeinsam bouldern.

Redaktion: Bouldern? Was ist das?

Dr. Düsselberg: Bouldern ist eine Klettersportart ohne Seil und Gurt. Man klettert an Felswänden draußen oder an künstlichen Kletterwänden in der Halle, manchmal bis zu vier Meter hoch – da geht man schon an seine Grenzen!

Redaktion: Und wie finden Ihre Kinder das? Nervenkitzel oder Angst?

Dr. Düsselberg: Die Jungs finden bouldern super! Ich bin nach einer Stunde fix und fertig, die Kinder können stundenlang weiter machen. Bouldern ist ein Ganzkörpertraining, man lernt auf spielerische Art und Weise, den ganzen Körper einzusetzen.

Redaktion: Es hört sich so an, als hätten Sie viel Spaß mit ihren Jungs. Wie ist es mit den Kindern, die zu Ihnen in die Praxis kommen? Wie bekommen Sie Zugang zu ihnen?

Dr. Düsselberg: Die Arbeit mit Kindern macht mir extrem viel Spaß. Den Draht zu Kindern zu bekommen, sehe ich als Herausforderung. Ich hole jedes Kind dort ab, wo es steht. Und so kriegt man sie dazu, dass sie mithelfen. Viel erfährt man dann durch ein intensives Gespräch mit den Kindern und Eltern.

Redaktion: Warum kommen Kinder zu Ihnen? Was fehlt ihnen?

Dr. Düsselberg: Viele Kinder kommen wegen Vorhautenge, Hodenhochstand, wiederkehrenden Harnwegsinfekten oder Einnässen.

Redaktion: Warum nässen manche Kinder ein?

Dr. Düsselberg: Gründe für nächtliches Einnässen sind organisch oder funktional oder es liegen Entwicklungsverzögerungen vor. Oft ist auch einfach Trinkfehlverhalten ursächlich. Das ist z.B. der Fall, wenn Kinder abends vor dem Schlafengehen zu viel trinken. Vieles kann man durch eine Verhaltenstherapie in den Griff kriegen, Tabletten müssen die Kinder nur selten nehmen.

Redaktion: Die Kinderurologie ist einer Ihrer Schwerpunkte im Urologicum Duisburg. Was machen Sie darüber hinaus?

Dr. Düsselberg: Ja, Kinder würde ich persönlich gerne noch mehr sehen im Urologicum Duisburg. Ich hoffe, dass durch meine Kompetenzen zukünftig mehr Kinder in die Praxis kommen. Aber ich arbeite auch sehr gerne mit Frauen. Frauen fragen übrigens verstärkt nach Ärztinnen. Da sind wir zusammen mit Frau Dr. Hellmis nun zu zweit!

Redaktion: Das hört sich nach wachsender Frauenpower an!

Dr. Düsselberg (lacht): Ja... Aber mir gefällt an der Arbeit im Urologicum gerade auch das Team. Wie das Praxis-Motto eben auch ausdrückt: Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.

Redaktion: Haben Sie vielen Dank für das Interview, Frau Dr. Düsselberg. Hat Spaß gemacht!

Dr. Düsselberg: Sehr gerne!

Das Interview mit Frau Dr. Düsselberg bildet den Auftakt für die Newsletter SPEZIAL-Reihe „Im Fokus", in der die Fachärzte des Urologicum Duisburg zukünftig nacheinander vorgestellt werden.


Urologicum: Newsletter (14) 01/2017

Teilnehmer gesucht: LEAN – Studie zur Beobachtung der Wirkung von Leuprone® HEXAL® auf das Prostatakarzinom im Urologicum Duisburg

Leuprone® HEXAL® ist ein Medikament zur Behandlung von Patienten mit einem fortgeschrittenen hormonabhängigen Prostatakarzinom. Das Wachstum der meisten Prostatakarzinome wird durch das Hormon Testosteron gefördert. Da Leuprone® HEXAL® den Testosteron-Spiegel senkt, ist das Medikament eine gängige Behandlungsmethode bei dieser Erkrankung.

Ziel der LEAN-Studie

Leuprone® HEXAL® ist seit mehreren Jahren in Deutschland zur Behandlung des Prostatakarzinoms zugelassen. Nun führt die Firma HEXAL® eine Studie durch, bei der Informationen zur Wirkung und zur Verträglichkeit des Medikaments in der täglichen Behandlungspraxis erhoben werden sollen. Darüber hinaus untersucht die LEAN-Studie den Einfluss bestimmter medizinischer Vorbefunde (z.B Gewicht, Blutdruck, Blutzucker) auf den Verlauf des Prostatakarzinoms.

LEAN-Studie = nichtinterventionell

Bei der LEAN-Studie handelt es sich um eine sogenannte „nichtinterventionelle" Studie. Die Besonderheit einer nichtinterventionellen Studie liegt darin, dass die Behandlung des Patienten nicht beeinflusst wird. Die Behandlung erfolgt vielmehr genau so, wie sie auch unabhängig von dieser Studie unter Berücksichtigung der individuellen gesundheitlichen Besonderheiten des Patienten durchgeführt würde. Lediglich die Art und Weise, wie Daten und Befunde dokumentiert werden, ist vorgegeben und standardisiert.

Haben Sie Interesse, an der LEAN-Studie im Urologicum Duisburg teilzunehmen? Dann wenden Sie sich jederzeit gerne an unsere Mitarbeiterinnen!


Urologicum: Newsletter (13) 12/2016

Teilnehmerinnen und Teilnehmer gesucht: NIMBUS – Studie bei high-grade nicht-muskelinvasivem Urothelkarzinom der Blase im Urologicum Duisburg

Patientinnen und Patienten, die ein hochgradiges (high-grade) nicht-muskelinvasives Harnblasenkarzinom haben, können im Urologicum Duisburg an der NIMBUS-Studie teilnehmen. Die Studie untersucht die Wirksamkeit der standardmäßigen Anzahl und Dosierung von BCG-Instillationen im Vergleich zu einer reduzierten Anzahl von Behandlungen mit gleicher Dosis.

Hintergrund: Standardbehandlung bei Harnblasenkarzinom mit BCG

Bei einem hochgradigen (high-grade) nicht muskelinvasiven Harnblasenkarzinom ist der Tumor noch nicht in die Muskulatur der Harnblase eingewachsen, sondern beschränkt sich auf die Oberfläche der Blaseninnenwand. Die Standardbehandlung eines solchen Tumors ist eine Operation durch die Harnröhre (TUR-Blase), bei der das Karzinom vollständig entfernt wird.

Nach dieser Operation besteht ein Risiko von über 50%, dass die Erkrankung zukünftig wieder auftritt (rezidiviert) und der Tumor dann einen höheren Bösartigkeitsgrad aufweist. Um ein Rezidiv zu vermeiden, behandelt man betroffene Patientinnen und Patienten mit der wiederholten Verabreichung von BCG durch die Harnröhre in die Blase (Instillation).

Das Medikament BCG (Bacillus Calmette-Guérin) wurde ursprünglich als Impfstoff gegen Lungentuberkulose entwickelt. Es stellte sich jedoch heraus, dass der Wirkstoff darüber hinaus bestens geeignet ist, ein Rezidiv des nicht-muskelinvasiven Blasenkarzinoms zu verhindern.

Ziel der Nimbus-Studie: BCG-Instillationen reduzieren?

Bislang ist unbekannt, wie viele BCG-Instillationen tatsächlich notwendig sind. Wissenschaftliche Untersuchungen lassen jedoch vermuten, dass die derzeit standardmässig durchgeführte Anzahl an Behandlungen reduziert werden kann – bei gleicher Immunreaktion und klinischer Wirksamkeit sowie reduzierten Nebenwirkungen und Kosten.

Haben Sie Interesse, an der NIMBUS-Studie im Urologicum Duisburg teilzunehmen? Dann wenden Sie sich jederzeit gerne an unsere Mitarbeiterinnen!


Urologicum: Newsletter (12) 06/2016

Teilnehmerinnen und Teilnehmer gesucht: ANGOCIN® – Studie bei wiederkehrenden Blasenentzündungen im Urologicum Duisburg

Patientinnen und Patienten mit chronisch wiederkehrenden (rezidivierenden) Blasenentzündungen können im Urologicum Duisburg aktuell an der klinischen Studie ANGOCIN® Anti-Infekt N teilnehmen. Im Rahmen dieser Studie haben die Betroffenen die Möglichkeit, als Alternative zur Langzeiteinnahme klassischer Antibiotika ein Medikament auf rein pflanzlicher Basis zur möglichen Vorbeugung von Blasenentzündungen zu erhalten.

ANGOCIN® Anti-Infekt N – eine pflanzliche Alternative?

ANGOCIN® Anti-Infekt N ist ein Medikament, das zur Besserung der Beschwerden bei akuten entzündlichen Erkrankungen der Bronchien, Nebenhöhlen und ableitenden Harnwege zugelassen ist. Es wird bereits seit 20 Jahren erfolgreich in seiner heutigen Zusammensetzung angewandt. Als rein pflanzliches Arzneimittel beinhaltet es als Wirkstoff die Extrakte aus Kapuzinerkresse und Meerrettichwurzel.

In einer klinischen Studie soll nun untersucht werden, ob ANGOCIN® Anti-Infekt N bei der Vorbeugung (Prophylaxe) chronisch wiederkehrender Blasenentzündungen wirksam und sicher ist - und damit eine Alternative zu klassischen Antibiotika darstellt.

ANGOCIN® Anti-Infekt N für eine gesunde Darmflora

Blasenentzündungen sind meist sehr unangenehm. Viele Patientinnen und Patienten leiden sogar unter chronisch wiederkehrenden Infektionen, ihre Lebensqualität und Arbeitsfähigkeit ist stark eingeschränkt.

In diesem Fall hat sich die Langzeiteinnahme klassischer Antibiotika zwar als wirksam erwiesen, oftmals ist sie jedoch mit unerwünschten Nebenwirkungen verbunden: Folgen sind z. B. die Schädigung der natürlich vorkommenden Darmbakterien und folglich die Schwächung des Immunsystems, die Verschlechterung des Allgemeinzustandes und schließlich die Verbreitung resistenter Darmbakterien.

Die in ANGOCIN® Anti-Infekt N enthaltenen Wirkstoffe werden im Gegensatz dazu bereits im oberen Darmabschnitt aufgenommen. Tiefere Darmregionen bleiben unbeeinflusst und die essenziellen Darmbakterien, die für unsere Verdauung und ein funktionierendes Immunsystem notwendig sind, werden nicht angegriffen.

An der ANGOCIN®-Studie teilnehmen können Patientinnen und Patienten ab der dritten nachgewiesenen Blasenentzündung im Kalenderjahr. Wenn Sie sich für eine Teilnahme interessieren oder Fragen dazu haben, wenden Sie sich gerne an unsere Mitarbeiterinnen!


Urologicum: Newsletter SPEZIAL (10) 01/2016

Weltmännertag 2015: Lesertelefon zum Thema „Leben mit Prostatakrebs"

Anlässlich des Weltmännertag 2015 führte pr nrw im Auftrag der Ketchum Pleon GmbH im November eine Leser-Telefonaktion zum Thema „Leben mit Prostatakrebs" durch. Einige Experten - darunter Frau Dr. Eva Hellmis vom Urologicum Duisburg - beantworteten vertraulich und kompetent alle Fragen, die Leser aus ganz Deutschland zum Thema Prostatakrebs stellten.

Hier die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick:

Ab welchem Alter sollte ich zur Prostata-Früherkennungsuntersuchung gehen?

Expertenantwort:

Um Veränderungen an der Prostata so früh wie möglich zu entdecken, sollte jeder Mann ab dem 45. Lebensjahr regelmäßig zur Früherkennung gehen. Bei familiärer Vorbelastung ist das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, um das zwei- bis vierfache erhöht. Kommt ein Prostatakrebs bei einem Verwandten ersten Grades vor, zum Beispiel bei Bruder oder Vater, empfiehlt sich eine intensivere und frühzeitigere Vorsorge bereits ab dem 40. Lebensjahr.

Wie verläuft die Früherkennungsuntersuchung?

Expertenantwort:

Die gesetzlich geregelte Früherkennung umfasst ein Gespräch mit dem Arzt, in dem dieser nach Beschwerden oder Symptomen fragt. Anschließend untersucht er die äußeren Geschlechtsorgane und Lymphknoten in der Leistengegend und tastet die Prostata vom Enddarm aus ab. Dabei führt er den behandschuhten Zeigefinger ein und tastet vorsichtig die Rückseite der Prostata ab. Ultraschalluntersuchungen sowie Bluttests sind in der gesetzlichen Früherkennung nicht enthalten. Da die meisten Tumorerkrankungen im Frühstadium keine Symptome verursachen, ist eine sinnvolle Erweiterung der Früherkennung durch Ultraschalluntersuchungen sowie bestimmte Blut- und Urintests empfehlenswert.

Mein Arzt hat mir einen PSA-Test empfohlen...

Expertenantwort:

Der PSA-Wert wird über eine Blutentnahme bestimmt. Die Abkürzung PSA steht für „Prostata-spezifisches Antigen", ein Eiweiß, das von den Prostatazellen gebildet wird. Es ist normalerweise nur in sehr geringen Mengen im Blut vorhanden. Der Wert ist abhängig von der Größe der Prostata und individuell unterschiedlich. Ein erhöhter PSA-Wert kann schon in einem frühen Stadium der Erkrankung einen Hinweis auf eine bösartige Veränderung der Prostata liefern, wo andere Verfahren wie zum Beispiel Tastuntersuchungen und Ultraschall versagen. Der PSA-Test im Rahmen der Früherkennung ist normalerweise eine sogenannte IGeL-Leistung, also eine individuelle Gesundheitsleistung. Die Kosten hierfür werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt unbedingt über die möglichen Folgen von positiven oder negativen Testergebnissen, bevor Sie sich dafür entscheiden.

Was sagt der PSA-Wert aus und wie oft soll er bestimmt werden?

Expertenantwort:

Der PSA-Wert liefert uns zwei Hinweise: Ist der absolute Wert hoch – der Grenzwert liegt derzeit bei 4,0 ng/ml – oder steigt der individuelle PSA-Wert im zeitlichen Verlauf schnell an, könnte ein Prostatakarzinom der Grund dafür sein. Aber es gibt auch andere, harmlose Gründe für einen PSA-Anstieg, zum Beispiel eine gutartige Vergrößerung der Prostata und eine akute oder chronische Infektion. Sinnvoll ist der Test ab einem Alter von 45 Jahren, bei erhöhtem Risiko bereits ab dem 40. Lebensjahr. Wie oft der Test wiederholt werden sollte, richtet sich nach dem Testergebnis. Wird ein Wert über 2 ng/ml gemessen, sollte jährlich kontrolliert werden. Für Männer über 70 Jahre und einem PSA-Wert unter 1 ng/ml wird eine weitere PSA-gestützte Früherkennung nicht empfohlen.

Mit welcher Sicherheit kann eine Früherkennungsuntersuchung die Prognose bei Prostatakrebs verbessern?

Expertenantwort:

Wenn Krebserkrankungen frühzeitig erkannt und behandelt werden, bestehen oftmals gute bis sehr gute Heilungsaussichten. Auch beim Prostatakrebs gilt: Früh erkannt ist fast immer heilbar. Bei Männern ist Prostatakrebs die zweithäufigste Todesursache überhaupt. Ab 60 ist die Wahrscheinlichkeit, an einem Prostatakarzinom zu sterben, am höchsten. Das Risiko wird durch die Früherkennung erheblich reduziert.

Gibt es typische Anzeichen für einen Prostatakrebs oder entsteht er immer unbemerkt?

Expertenantwort:

Typische Symptome, die frühzeitig auf einen bösartigen Prostatatumor hinweisen, gibt es nicht. In den Anfangsstadien treten häufig gar keine Beschwerden auf. Sie zeigen sich meist erst, wenn die Geschwulst schon so weit fortgeschritten ist, dass sich Tochtergeschwülste, also Metastasen, außerhalb der Prostata gebildet haben. Dies kann unter anderem zu Störungen bei der Blasenentleerung oder zu Knochenschmerzen führen. Meist ist es zu diesem Zeitpunkt für eine kurative, also heilende, Therapie zu spät.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Expertenantwort:

Bei einem lokal begrenzten Prostatakrebs kommen grundsätzlich die operative Entfernung der Prostata oder verschiedene Formen der Bestrahlung in Betracht. Je nach Aggressivität des Tumors kann auch eine „Aktive Überwachung" oder „Abwarten und beobachten" angeboten werden. Ist der Tumor nicht mehr lokal begrenzt, kann eine Hormonentzugsbehandlung das weitere Tumorwachstum hemmen. Welche Therapie im Einzelfall angewendet wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab: der Tumoraggressivität, der Tumorausbreitung und eventuell vorhandenen Metastasen sowie dem allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten.

Wann ist eine Operation notwendig, wann eine Bestrahlung?

Expertenantwort:

Tumore, die auf die Prostata beschränkt sind, werden kurativ behandelt – in der Regel durch die operative Entfernung der Prostata oder wahlweise durch eine Strahlentherapie. Im Rahmen der Operation wird die Prostata entfernt. Die organerhaltende Strahlentherapie soll die Krebszellen in der Prostata abtöten. Grundsätzlich wird die Strahlentherapie bei unterschiedlichen Tumorstadien eingesetzt. Bei einigen Patienten muss trotz Strahlentherapie noch eine zusätzliche Hormonentzugstherapie erfolgen. Entscheidend für die Therapieauswahl ist es, im Gespräch mit dem Arzt die individuell bestmögliche Behandlungsstrategie festzulegen. In diesem Zusammenhang kann das Einholen einer zweiten Meinung eine gute Entscheidung sein.

Welche Risiken bringt die vollständige operative Entfernung der Prostata mit sich?

Expertenantwort:

Unabhängig davon, ob Sie sich für eine roboter-gestützte Operation – die so genannte da Vinci-Technik – oder eine konventionelle Operationstechnik entscheiden: Sie sollten mit Ihrem Urologen ausführlich über die für Sie möglichen Folgen des Eingriffs sprechen. Die Hauptrisiken liegen im Bereich der Harninkontinenz und der Erektionsstörung. Die individuelle Ausprägung dieser Folgen variiert stark und hängt vor allem vom biologischen Alter und den Vorerkrankungen des Patienten ab.

Kann auch operiert werden, wenn der Krebs bereits über die Prostata hinaus gewachsen ist?

Expertenantwort:

Auch bei einem fortgeschrittenen Prostatakarzinom besteht trotz eingeschränkter Therapieoptionen die Möglichkeit der Entfernung der gesamten Prostata. Denn damit sinkt die so genannte Tumorlast und schafft im Rahmen zukünftiger Behandlungsstrategien zusätzliche Möglichkeiten. Zudem kann der Tumor lokal Probleme verursachen, zum Beispiel Harnstauungsnieren, die mit hohen Risiken für den Patienten verbunden sind. Im Einzelfall kann also die Operation auch in dieser Situation das Therapiespektrum erweitern und Folgerisiken reduzieren – und damit die Folgen der Krankheit positiv beeinflussen.

Welche Risiken bringt die Strahlentherapie mit sich?

Expertenantwort:

Trotz moderner Bestrahlungstechniken können Beschwerden wie Entzündungen der Blase und des Darms auftreten. Diese Symptome können akut, also während der Therapie, oder kurz danach auftreten. Es gibt aber auch Spätfolgen, die erst Monate oder sogar Jahre nach Bestrahlungsende auftreten und Probleme bereiten. Bei bis zu 60 Prozent der Patienten führt eine Strahlentherapie zu Potenzproblemen, jedoch seltener als nach einer Operation. Auch Inkontinenz tritt nach einer Bestrahlung seltener auf als nach einer Operation.

Wann ist eine Chemotherapie angezeigt?

Expertenantwort:

Wenn die hormonelle Standardtherapie nicht mehr wirkt und das Prostatakarzinom Metastasen gebildet hat, ist entweder die Chemotherapie oder eine so genannte Zweitlinien-Hormonbehandlung möglich. Bei der Entscheidung, welche Therapie konkret zum Einsatz kommt, berücksichtigt man, wie aggressiv das Karzinom wächst, wie schnell der PSA ansteigt, wie fit der Patient ist und ob er Schmerzen hat. Die Chemotherapie stellt nach wie vor einen wesentlichen Bestandteil des gesamten Therapiekonzepts dar.

Mein Arzt sagt, wir sollen abwarten und den Krebs beobachten. Gut fühle ich mich dabei nicht...

Expertenantwort:

Das ist verständlich, aber es gibt gute Gründe dafür, den Krebs nicht oder nicht sofort zu behandeln. Das Prostatakarzinom wächst häufig nur langsam und stellt nicht immer eine unmittelbare Bedrohung für die Betroffenen dar. Außerdem werden immer mehr Tumore in einem frühen Stadium entdeckt, so dass möglicherweise eine Therapie eingeleitet wird, obwohl das Karzinom niemals Probleme bereitet hätte. Abwartende Strategien haben deshalb einen hohen Stellenwert. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen nach den gültigen Leitlinien stellen sicher, dass nicht verpasst wird, wenn ein Tumor plötzlich aggressiver wird und behandelt werden muss. Übrigens: Zwanzig Prozent beenden die abwartende Therapie vorzeitig und entscheiden sich für eine aktive Therapieoption.

Wann kommt eine abwartende Strategie in Frage?

Expertenantwort:

Das hängt von der Klärung mehrerer Fragen ab: Wie aggressiv ist der Tumor? Wie alt und fit ist der Patient? Wie hoch ist der PSA-Wert und wie war sein Verlauf? Welche Vorerkrankungen bringt der Patient mit? Sind alle Faktoren günstig, kommt eine abwartende Strategie in Frage. Ihr behandelnder Urologe wird Sie im Gespräch zu den verschiedenen Therapieoptionen genau beraten. Aktuell versucht die groß angelegte PREFERE-Studie der Deutschen Krebshilfe herauszufinden, welche Therapieoption in einer solchen Konstellation die erfolgversprechendste ist.

Wann und warum ist eine antihormonelle Therapie notwendig?

Expertenantwort:

Um wachsen zu können, braucht der Prostatakrebs das männliche Sexualhormon Testosteron: Unterbindet man die Testosteronbildung, entzieht man den Krebszellen der Prostata also einen Großteil ihrer „Nahrung". Genau hier setzt die Hormontherapie an: Sie hemmt die Bildung beziehungsweise Wirkung des Testosterons. Grundsätzlich kommt sie zum Einsatz, wenn das Karzinom bei Diagnosestellung bereits fortgeschritten ist und lokale Methoden wie Operation oder Strahlentherapie nicht in Frage kommen. Der Hormonentzug ist auch die Standardtherapie, wenn sich Fernmetastasen gebildet haben oder der Krebs nach einer kurativen Therapie zurückkehrt. Die Hormontherapie ist grundsätzlich nicht auf eine Heilung ausgerichtet. Bei heilbaren Prostatakarzinomen wird sie deshalb in der Regel nur angewendet, wenn sich der Patient gegen eine Operation oder Strahlentherapie entscheidet.

Welche Folgen hat der Eingriff in den Hormonhaushalt für mich?

Expertenantwort:

Die Hormontherapie kann Ihr Allgemeinbefinden verändern. Am besten kann man die Nebenwirkungen mit den Veränderungen vergleichen, die bei einer Frau in den Wechseljahren auftreten. Je nach Lebensalter empfinden betroffene Männer einen Libidoverlust sowie mögliche depressive Stimmungsveränderungen, Antriebsarmut und Hitzewallungen als störend.

Mit welchen Einschränkungen muss ich auf Dauer rechnen?

Expertenantwort:

Eine Prostata-Krebserkrankung bedeutet für die Betroffenen sehr oft eine körperliche und seelische Belastung. Doch die Chancen, trotz der Erkrankung ein erfülltes und aktives Leben zu führen, stehen sehr gut, einschließlich Partnerschaft, Sport, Reisen und Hobbys. Entscheidend dafür ist ein ganzheitlicher Therapieansatz, in den der Einsatz moderner Medikamente ebenso eingebettet ist wie die Mobilisierung von Kraft- und Motivationsreserven.

Wie kann ich mich mit anderen Betroffen austauschen?

Expertenantwort:

In Deutschland gibt es ein bundesweites Angebot an Selbsthilfegruppen zu den verschiedenen Krebserkrankungen. Sie bieten Patienten und ihren Angehörigen die Möglichkeit, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen, sich gegenseitig zu informieren, zu ermutigen und aufzubauen. Viele Selbsthilfegruppen können darüber hinaus umfangreiche Informationen rund um die Erkrankung zur Verfügung stellen. Eine wichtige Anlaufstelle für Patienten mit Prostatakrebs und ihre Angehörigen ist der Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e. V. (BPS). Mit derzeit 237 Selbsthilfegruppen ist der BPS europaweit die größte und weltweit die zweitgrößte Organisation von und für Prostatakrebspatienten.

Weiterführende Informationen zu Früherkennung, Behandlung und Lebensqualität:

Bei der Früherkennung in die Offensive gehen

Eine gute Manndeckung ist im Fußball die Grundlage, um gegnerische Angriffe schon im Keim zu ersticken. Gegen Prostatakrebs ist die Früherkennungsuntersuchung die beste Verteidigungsstrategie. Die Kampagne „Deine Manndeckung" liefert Männern alle Fakten rund um das Thema Prostatakrebs und Früherkennung – informativ und übersichtlich aufbereitet. Frauen, nicht selten die „Spielführer" in der Familie, finden hier Tipps, wie sie ihren Mann zur Früherkennung motivieren. Praktisch: Eine Suchfunktion, mit der sich schnell eine Früherkennungs-Praxis in der Nähe finden lässt.

www.deine-manndeckung.de

Prostatakrebs behandeln – aber wie?

Operieren, beobachten, bestrahlen – über die verschiedenen Möglichkeiten, Prostatakrebs zu behandeln, informiert der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums. Umfassend und gut verständlich informiert die Website über den aktuellen Stand der stadienabhängigen Therapie des Prostatakarzinoms. Tipps zur Arzt- und Kliniksuche sowie ein kompaktes Informationsblatt zum Download runden das Angebot ab. Telefonisch können sich Betroffene unter der kostenfreien Rufnummer 0800 – 420 30 40 an den Krebsinformationsdienst wenden.

www.krebsinformationsdienst.de

Leben mit Prostatakrebs

Diagnose Prostatakrebs – wie soll es jetzt weitergehen? Die Krankheit akzeptieren, verstehen und mit ihr leben sind große Herausforderungen in einer schwierigen Lebenssituation. Zu sehen, dass sie nicht allein sind und ein Leben möglich ist, das nicht gänzlich von der Erkrankung eingeschränkt wird, kann Betroffenen Mut machen. Auf der Website „Mehr leben im Leben" erzählt Paul, der mit 65 Jahren die Diagnose bekam, seine Geschichte: von der Diagnose über die Zeit der Therapie bis zu seinem neuen Leben mit der Erkrankung. Offen, ehrlich, aber auch kämpferisch berichtet er, wie er dank Medikamenten, ärztlicher Betreuung und unterstützt durch Familie und Freunde zurück ins Leben gefunden hat.

www.mehr-leben-im-leben.de


Urologicum: Newsletter (09) 12/2015

Teilnehmer gesucht: SPARTAN – Studie bei fortgeschrittenem Prostatakrebs im Urologicum Duisburg

Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakrebs und steigendem PSA-Wert trotz Hormontherapie können im Urologicum Duisburg aktuell an der klinischen Studie SPARTAN teilnehmen. Im Rahmen dieser Studie haben betroffene Patienten die Möglichkeit, das neue Medikament ARN-509 in Tablettenform zu erhalten. ARN-509 soll die Bildung von Metastasen verhindern, auch wenn der PSA-Wert während der Hormontherapie steigt.

ARN-509 – neues Medikament bei Prostatakrebs

ARN-509 ist ein neues Medikament, das als „Androgen-Rezeptorantagonist" bekannt ist, d.h. es verhindert die bologische Wirkung/Aktivität der männlichen Sexualhormonone: In der Vergangenheit wurde bereits nachgewiesen, dass ARN-509 ein Protein blockiert, das wiederum dafür verantwortlich ist, dass sich die Zellen des Prostatakarzinoms vermehren.

Prostatakrebs ist bislang nicht heilbar

Ziel der SPARTAN-Studie ist daher die Entwicklung einer Therapie, die das Leben von Prostata-Patienten verlängert und die Streuung des Krebses im Körper hinauszögert. Jeder teilnehmende Patient erhält alle vier Monate eine eingehende Untersuchung mit unterschiedlichen bildgebenden Verfahren (z.B. Computertomographie, Magnetresonanztomographie). Auf diese Weise steigt die Chance, dass ein mögliches Fortschreiten der Krankheit in einem frühen Stadium entdeckt wird.

Wenn Sie sich für die Teilnahme an der SPARTAN-Studie interessieren oder Fragen dazu haben, wenden Sie sich jederzeit gerne an unsere Mitarbeiterinnen!


Urologicum: Newsletter (08) 09/2015

Teilnehmer gesucht: SPARE – Studie bei fortgeschrittenem Prostatakarzinom im Urologicum Duisburg

Das Urologicum Duisburg bietet Patienten mit kastrationsresistentem Prostatakarzinom die Möglichkeit, an der klinischen Studie SPARE teilzunehmen. Die Studie untersucht die Wirksamkeit der Abirateron-Therapie mit und ohne begleitende Hormontherapie. In der Regel können Patienten ca. ein Jahr im Rahmen der Studie behandelt werden.

Der „kastrationsresistente" Prostatakrebs

Der Prostatakrebs ist ein hormonabhängiger Tumor, der im Anfangsstadium das männliche Geschlechtshormon Testosteron zum Wachstum benötigt. Als wirksame Therapie wird seit Jahrzehnten die medikamentöse „Kastration" durch den Einsatz der so genannten LHRH-Therapie durchgeführt. Diese Therapie hemmt die Ausschüttung eines Hormons im Gehirn, das im Hoden die Produktion von Testosteron bewirkt: 90% des im menschlichen Körper produzierten Testosterons können auf diese Weise blockiert werden; dem Prostatakrebs fehlt folglich die Wachstumsgrundlage. Versagt die LHRH-Therapie jedoch, spricht man von „kastrationsresistentem" Prostatakrebs.

Standardtherapie Abirateron plus LHRH-Therapie

In dieser Situation ist aktuell das Medikament Abirateron-Acetat als Standardtherapie zugelassen und hat sich etabliert. Es blockiert die verbliebenen männlichen Hormone, die das Wachstum des Krebses im Körper fördern würden, und kann Patienten mit keinen oder milden Beschwerdesymptomen, aber bereits vorliegenden Metastasen (Tochterabsiedlungen) in Kombination mit der LHRH-Therapie verabreicht werden.

SPARE-Studie prüft Verzicht auf Hormontherapie

Während die Kombinationstherapie Abirateron plus LHRH vor ihrer Zulassung ausgiebig erforscht wurde, ist die Wirkung von Abirateron-Acetat ohne die Fortführung der LHRH-Hormon-Therapie noch unklar. Fakt ist jedoch, dass Abirateron ebenfalls die Testosteronproduktion im Hoden hemmt, so dass ein Verzicht auf die LHRH-Therapie - bei gleichem Behandlungsergebnis - durchaus denkbar ist. Der Vorteil für den Patienten wäre hier eindeutig die geringere Belastung des Körpers mit Medikamenten.

Ziel der SPARE-Studie, die deutschlandweit in nur 15 Studienzentren durchgeführt wird, ist also der Wirkungsvergleich zweier Therapieansätze: Abirateron-Acetat plus LHRH-Therapie gegenüber Abirateron-Acetat ohne LHRH-Therapie.

Wenn Sie sich für die Teilnahme an der SPARE-Studie interessieren oder Fragen dazu haben, wenden Sie sich jederzeit gerne an unsere Mitarbeiterinnen!


Urologicum: Newsletter (07) 07/2015

MRT-navigierte Prostatastanzbiopsie – Mehr Sicherheit bei der Diagnose von Prostatakrebs

Prostatakrebs ist die am weitesten verbreitete Krebsform bei Männern. Durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und eine sichere Diagnose kann die Krankheit frühzeitig erkannt und behandelt werden. In Klinikkooperation bietet das Urologicum Duisburg eine neue risikoarme Diagnose-Methode an: die sogenannte MRT-navigierte Prostatastanzbiopsie. Der Vorteil dabei ist die hohe Sicherheit bei der Erkennung von Prostatakarzinomen.

3D-Bilder der Prostata für eine präzise Probenentnahme

Die MRT-navigierte Prostatastanzbiopsie wird durchgeführt, wenn eine erste Biopsie ohne Ergebnisse geblieben, der PSA-Wert des Patienten aber trotzdem erhöht ist oder weiter steigt. Spezialisten untersuchen die Prostata des Patienten in diesem Falle zunächst mit Hilfe einer Magnetresonanztomographie (MRT). Auf diese Weise lassen sich Bereiche ausfindig machen, die tumorverdächtig sind.

Die aus dem MRT gewonnen Daten werden dann – mit Hilfe einer vom Fraunhofer Institut entwickelten Software – in die Bildbearbeitung eines hochauflösenden Ultraschallgerätes integriert. Der Arzt verfolgt die fusionierten MRT- und Ultraschalldaten in Echtzeit auf dem Monitor: Dargestellt wird die Prostata in drei Dimensionen, der Bereich für die Gewebeprobe ist jeweils genau markiert. Mit einer schmalen Nadel, deren Position in der Prostata präzise gezeigt wird, entnimmt der Arzt daraufhin kleinste Gewebeproben für die pathologische Untersuchung (Biopsie).

Weitere Vorteile: Das Verfahren ist risikoarm – die Trefferquote hoch

Bei einer MRT-navigierten Prostatastanzbiopsie wird die Gewebeprobe nicht – wie üblich – durch den Enddarm entnommen sondern durch die Haut des Damms (perineal). Auf diese Weise sinkt das Risiko, dass Keime vom Enddarm in die Prostata gelangen und dort zu einer Infektion führen. Ein weiterer Vorteil ist darüber hinaus, dass die Trefferquote im Vergleich zur normalen Biopsie beim MRT-navigierten Verfahren signifikant höher ist.

Durchgeführt wird die MRT-navigierte Prostatastanzbiopsie unter Narkose. Am Morgen nach dem Eingriff ist der Patient wieder fit und kann nach Hause entlassen werden. Für eilige Patienten ist auch ein ambulanter Eingriff möglich.

Bei Fragen: Wenden Sie sich gerne an unsere Mitarbeiterinnen oder den behandelnden Arzt!

Mehr zum Thema:
Youtube-Beitrag „KEM MRT-navigierte Prostatastanzbiopsie: Mehr Sicherheit, schonend und präzise" (pulsschlag.tv, 3:12 Min.)

Fernsehbeitrag „Prostatakrebs behandeln - Neues Biopsie-Verfahren erlaubt präzisere Diagnose"(ZDF, Praxis täglich, 4:52 Min.)


Urologicum: Newsletter (06) 04/2015

TIM-Studie zum oberflächlichen Blasenkarzinom startet im Urologicum Duisburg!

Unter der Kurzbezeichnung TIM (Therapeutische Instillation eines Mistelextraktes) startet im Frühjahr 2015 eine Studie, die weltweit erstmals den Erfolg einer Misteltherapie mit dem einer Chemotherapie im Kampf gegen das Wiederauftreten von Blasenkrebs vergleicht. Die Studie wird finanziert durch den Hersteller Abnoba (Sponsor) und empfohlen von der Arbeitsgemeinschaft Urologische Onkologie (AUO) in der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.

Ziel der Studie: Wirksamkeitsvergleich

Die Studie erfolgt, um das neue Medikament abnobaVISCUM® 900 (Mistelextrakt) mit dem etablierten Standardmedikament Mitomycin C (Chemotherapie) bei Patientinnen und Patienten mit oberflächlichem Blasenrebs zu vergleichen. Eine erste Vorstudie ergab nämlich, dass als alternative Therapie der Einsatz von Mistelextrakt ebenso wirksam sein könnte wie die Chemotherapie mit Mitomycin C – bei möglicherweise geringeren Nebenwirkungen.

Urologicum Duisburg ist TIM-Studienzentrum

Bundesweit werden ungefähr 550 Personen in die Studie aufgenommen. Da das Urologicum Duisburg eines von bundesweit 31 durchführenden Studienzentren ist, können sich interessierte Patientinnen und Patienten ab sofort an die verantwortlichen Studienärzte richten: Herr Dr. Swoboda, Herr Dr. Pflugmann und Frau Dr. Hellmis. Oder sprechen Sie jederzeit unsere Mitarbeiterinnen vor Ort an!

Weiterführende Informationen zum Thema Mistelextrakt zur Behandlung von Blasenkrebs – Eine Alternative zur Chemotherapie finden Sie ganz aktuell unter Wissenswertes: Urologie hier auf unserer Webseite oder in der Patientenmappe vor Ort!

Zögern Sie nicht - wir klären Sie gerne über die Voraussetzungen zur Teilnahme an der TIM-Studie auf!


Urologicum: Newsletter (05) 03/2015

BOTOX®-Behandlungen bei überaktiver Blase – ab sofort im Urologicum Duisburg!

In unserer Praxis am Kometenplatz in Walsum bieten wir ab sofort BOTOX®-Behandlungen für Patientinnen und Patienten an, die an einer überaktiven Blase (d.h. Reizblase, Blasenschwäche, Harninkontinenz) leiden. Die BOTOX®-Behandlungen können ambulant und ohne Narkose durchgeführt werden.

Kassenzulassung für BOTOX® liegt vor

Seit 2013 liegt eine Kassenzulassung für BOTOX® bei überaktiver Blase vor. Das bedeutet, dass die Gesetzlichen Krankenkassen nach der Beantragung i.d.R. komplett die Therapiekosten übernehmen.

Was ist BOTOX® und wie wirkt es?

„Botox" (Botulinumtoxin Typ A) ist ein von Bakterien produziertes Gift, das viele als Mittel zur Faltenkorrektur kennen. Bei überaktiver Blase angewendet, entspannt Botulinumtoxin die Blasenmuskulatur. Der Harndrang sinkt und in der Blase kann sich deutlich mehr Urin ansammeln. Für die Betroffenen äußert sich dies in spürbar weniger Toilettengängen am Tag.

Kleiner Eingriff – große Wirkung

Der eigentliche Eingriff dauert nur wenige Minuten. Nach lokaler Anästhesie spritzt der behandelnde Urologe den Wirkstoff an verschiedenen Stellen in den Blasenmuskel. Der Effekt hält sechs bis zwölf Monate an, der Eingriff kann beliebig oft wiederholt werden.

Die Wirksamkeit dieser BOTOX®-Injektionen wurde bereits in mehreren Studien nachgewiesen. Eine Behandlung macht gerade dann Sinn, wenn konservative Therapien (z.B. mit Anticholinerika) nicht helfen.

Bei Fragen: Wenden Sie sich an unsere Mitarbeiterinnen oder den behandelnden Arzt!

Mehr zum Thema:
Fernsehbeitrag „Mit Botox gegen Blasenschwäche und Migräne"
(br, Gesundheit! 6:31 Min.)


Urologicum: Newsletter (03) 02/2014

Ambulante Chemotherapie – Hohe Qualitäts-Standards im Urologicum Duisburg

Das Urologicum Duisburg bietet seinen Patienten die Möglichkeit, eine notwendige Chemotherapie ambulant durchzuführen. Um die optimale Qualität der medizinischen Versorgung im Bereich der ambulanten Chemotherapie zu sichern, richtet sich das Urologicum Duisburg nach den aktuellen Leitlinien der Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) und der Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO).

Hintergrund: Was bedeutet „Chemotherapie"?

Viele Patienten, bei denen ein Hoden-, Blasen- oder Prostatakarzinom festgestellt wurde, müssen mit einer Chemotherapie medikamentös behandelt werden. Eine Chemotherapie kann vor der chirurgischen Entfernung des Tumors erfolgen (neoadjuvant), um z.B. Krebsansiedelungen zu verkleinern, oder nach der Operation, um die Heilungschancen zu verbessern (adjuvant). Palliativ wird die Chemotherapie eingesetzt, um z.B. eine weitere Streuung von Metastasen zu verhindern und die Ausbreitung zu verzögern.

Die meisten Chemotherapien werden flüssig in Form von Infusionen verabreicht. Für bestimmte Tumore wird darüber hinaus ein so genannter Portkatheter verwendet. Ein Port besteht aus einer kleinen Kammer und einem anschließbaren Schlauch, der unter die Haut (subkutan) implantiert wird. Über den Port kann die Chemotherapie in den notwendigen zeitlichen Abständen als Infusion dem Körper zugeführt werden. Der Vorteil von Ports ist, dass bestimmte Chemotherapien, die normalerweise stationär durchgeführt werden mussten, nun ambulant stattfinden können.

Ambulante Chemotherapie: Optimale Versorgung im Urologicum Duisburg

Im Urologicum Duisburg gibt es in der Praxis in Duisburg Walsum einen separierten und eigens ausgestatteten ruhigen Bereich für unsere Chemotherapie-Patienten. Zusätzlich garantiert dort eine ausgebildete Krankenschwester mit onkologischem Schwerpunkt die optimale medizinische Betreuung.

Und damit unsere Patienten auch in der Zeit nach der Chemotherapie sicher versorgt sind, erhalten sie spezielle Telefonnummern, unter denen die Ärzte (auch nachts) erreichbar sind. Auf Wunsch stellen wir darüber hinaus gerne Kontakt her zu unserem Netzwerk von Institutionen, die Menschen in dieser palliativen Situation begleiten und unterstützen.

Bei Fragen rund um das Thema „Ambulante Chemotherapie" stehen Ihnen unsere Mitarbeiterinnen und behandelnden Ärzte gerne zur Verfügung!


Urologicum: Newsletter (02) 12/2013

Andrologie – Erfolgreiche Teilnahme am 24. Ringversuch der QuaDeGA

Das Urologicum Duisburg hat erfolgreich am 24. Ringversuch der QuaDeGA teilgenommen und das Zertifikat über die fachgerechte Durchführung von Ejakulatanalysen erhalten.

Um die Qualität von Ejakulatanalysen zu sichern, hat die Bundesärztekammer die Durchführung von Laboruntersuchungen in ihre Richtlinien (RiLiBÄK) aufgenommen. Inzwischen ist jedes Labor, das Ejakulatuntersuchungen durchführt, zur Teilnahme an externen Qualitätskontrollen verpflichtet. QuaDeGA (Qualitätskontrolle der Deutschen Gesellschaft für Andrologie) ist als Referenzinstitution anerkannt und führt regelmäßig Ringversuche durch.

Für das Urologicum Duisburg hat die Zertifizierung durch die QuaDeGA eine wichtige Bedeutung. Denn als Praxis mit Andrologischem Schwerpunkt stehen Störungen der Fortpflanzungsfunktionen oftmals im Mittelpunkt unserer Männersprechstunde. Eine gute und sichere Analyse des Ejakulates bildet hier die Basis für eine fundierte Diagnose und Therapie.

Das Urologicum Duisburg bietet seinen Patienten eine hoch qualifizierte andrologische Betreuung, die sich auch darin widerspiegelt, dass mehrere Ärzte die Weiterbildung „Andrologie" erlangt haben. Andrologie bedeutet „Männerkunde" und ist damit die männliche Entsprechung zur Gynäkologie („Frauenheilkunde"). Häufige Themen in unserer Männersprechstunde sind beispielsweise:

  • Hormonprobleme des älteren Mannes
  • Sexualitätsprobleme, sexuelle Funktionsstörungen
  • Unerfüllter Kinderwunsch

Ausführlichere Informationen zum Thema „Männergesundheit" finden Sie auch auf unserer Internetseite!

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an unsere Mitarbeiterinnen oder Ihren behandelnden Arzt!


Urologicum: Newsletter (01) 11/2013

Neue Operationsmöglichkeiten durch Dr. Thomas Pflugmann

Wir freuen uns, dass das Urologicum Duisburg seine Operationsmöglichkeiten durch die Mitarbeit von Dr. Thomas Pflugmann seit 2013 ausweiten konnte.

Operationen im Bereich des äußeren Genitals und der Leiste können nun an insgesamt drei Standorten durchgeführt werden: im Johanniter Krankenhaus in Sterkrade, im Maltester Krankenhaus St. Josefshospital in Krefeld-Uerdingen (neu) und – kleinere Eingriffe - in unserer Praxis in Duisburg Walsum.

Zu den ambulanten und stationären Operationen, die das Urologicum Duisburg ferner anbietet, gehören z.B.:

  • Inkontinenz-Operationen
  • Transurethrale Resektionen der Blase und Prostata (Abtragen von erkranktem Gewebe durch die Harnröhre)
  • LDR-Brachytherapie (Strahlentherapie mit Hilfe von implantierten Seeds)

Und im Bereich der Kinderurologie z.B.:

  • Circumcision (Entfernung der Vorhaut)
  • Orchidopexie (bei Hodenhochstand)
  • Leistenbrüche

Weitere Informationen und Merkblätter zu den Operationen im Urologicum Duisburg finden Sie hier!

Bei Fragen: Wenden Sie sich an unsere Mitarbeiterinnen oder den behandelnden Arzt!

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